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Operettenstaat

Operettenstaat: Operettenstaat

 

Umschreibung: ein Staat, der an eine Operette erinnert, wie in einer Operette beschaffen ist; drückt aus, dass ein Staat dem äußeren (meist prunkvollen) Schein nach einflussreich ist und sich entsprechend bedeutsam gibt, aber nicht ernst genommen wird, da die notwendigen Voraussetzungen fehlen; abwertend [DUW]; kleiner, politisch unbedeutender Staat [Kü, S. 19787]

Historische Analyse: Meint ein Staatsgebilde, das den Schauplatz einer heiter-beschwingten Operette abgeben könnte und dessen Nöte daher eher zum Lächeln als zum Bemitleiden reizen. [Kü, S. 19787] Die Politiker dieses Staates werden mit den Schauspielern und Sängern in einer Operette verglichen, die ihren nur als Fantasiegebilde existierenden Staat, welcher den Schauplatz einer Operette abgibt, mit großem Prunk zu repräsentieren suchen. Den Hintergrund dieses Ausdrucks bildete die Metapher vom 'Staat als Bühne' [HS]. - Entstehungszeit: 1900 ff. [Kü, S. 19787] - Gebräuchlichkeit: umgangssprachlich [DUW]

 

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