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abservieren

abservieren: jemanden abservieren

 

Umschreibung: 1) jemanden abweisen, hinausweisen; den Umgang mit jemandem abbrechen [Kü, S. 499]; sich von jemandem trennen [Bi]; jemanden sitzen lassen; jemanden im Stich lassen [LeJu] 2) jemanden seines Einflusses oder seiner Wirkung berauben; seines Amtes entheben [DUW] 3) jemanden überlegen besiegen [Kü, S. 499] 4) jemanden umbringen [LeJu]

Historische Analyse: „Abservieren“ ist eine Ableitung von „servieren“ („bei Tisch bedienen“), das im 18. Jahrhundert aus dem französischen servir („dienen“) entlehnt wurde und seinen Ursprung im lateinischen servire (von lat. servus „Sklave, Diener“) „als Sklave dienen“ hat [vgl. DUHW]. „Abservieren“ bedeutet soviel wie „Getränke und Speisen nach beendeter Mahlzeit vom Esstisch abräumen“ [vgl. Kü, S. 499]. Gleich der Speise, von der man genug gegessen hat und die daher weggeräumt wird, entfernt man einen (unliebsamen) Menschen aus seinem Umfeld. Das Ende der Nahrungsaufnahme steht auch stellvertretend für das Ende einer Tätigkeit, eines persönlichen Wirkungsbereichs oder im schlimmsten Fall für das Ende des Lebens (vgl. „den Löffel abgeben“) [Bi]. - Entstehungszeit: 1) 1910 ff. [Kü, S. 499] 2) 1920 ff. [Kü, S. 499] 3) 1920 ff. [Kü, S. 499] - Gebräuchlichkeit: salopp [DUW]

 

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