Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Binsen

Binsen: in die Binsen gehen

 

Umschreibung: 1) verloren gehen; zunichte gemacht werden [DURW] 2) sterben [DURW]Historische Analyse: Die Binse ist nicht zu verwechseln mit der Osterpinze, dem Ostergebäck aus Hefeteig, sondern meint die grasähnliche Sumpfpflanze [vgl. WP]. Die Wendung stammt aus der Jägersprache und bezieht sich wahrscheinlich darauf, dass die Wildente, die in die Binse oder ins Schilf flüchtet, vom Jagdhund nicht erreicht werden kann [vgl. DURW]. Auch mit dem Fischfang könnte die Redewendung in Verbindung stehen. Besonders in Ostpreußen wurden Binsen zum Fang von Krebsen und Fischen verwendet. Was sich darin verfing, war verloren und musste sterben [vgl. Rö]. Da Binsen außerdem auch zum Ausbessern von schadhaften Stellen an Dächern und Fachwerk benutzt wurden, offenbarte der, der „in die Binsen gehen“ musste, ebenfalls seine Armut und besondere Notlage [vgl. Rö]. - Entstehungszeit: 1) 19. Jahrhundert [Kü, S. 4006] 2) 1900 ff. [Kü, S. 4006] - Gebräuchlichkeit: umgangssprachlich [DURW]

 

* * * 

Kontakt

Organisation
Harrachgasse 21 / 6. OG, 8010 Graz
Stud.-Ass. Gerlinde Gangl BA Telefon:+43 (0)316 380 - 8178

Kontakt

Projektleiter
Institut für Germanistik Harrachgasse 21 / 6. OG, 8010 Graz
Ao.Univ.-Prof. Dr.phil. Wernfried Hofmeister Telefon:+43 (0)316 380 - 2451
Fax:+43 (0)316 380 - 9760

Projekt 'Deutsche WortSchätze' auf Facebook

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.