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Butter

Butter: alles in Butter sein/ Alles in Butter!

 

Umschreibung: 1) es ist alles in Ordnung [Rö] 2) es verläuft alles reibungslos [Kü, S. 5383]

Historische Analyse: Die Herkunft dieser Redensart ist nicht sicher geklärt. Der Ursprung könnte einerseits im Mittelalter liegen, als Gläser, vor allem auf der Route von Venezien über die Alpen, zum Schutz vor Bruch in Butterfett eingegossen wurden, woraus sich die Deutung von „alles in Butter“ im Sinne von „alles sicher“ ergibt [vgl. Gu, S. 55f.]. Eine weitere Erklärung bietet Küpper, der den Ursprung der Wendung in die Zeit von Kaiser Napoleon III sieht. Dieser hatte befohlen, eine billige „Volksbutter“ herzustellen; versicherte man ihm allerdings, dass seine Speisen sehr wohl mit teurer Butter und nicht mit billigem Fett zubereitet wurden, war „alles in Butter“ [vgl Kü, S. 5383]. - Entstehungszeit: seit dem späten 19. Jahrhundert [Kü, S. 5383] - Gebräuchlichkeit: umgangssprachlich [DURW], salopp [DUW]

 

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Butter: Butter auf dem Kopf haben

 

Umschreibung: etwas angestellt haben und sich daher genieren; ein schlechtes Gewissen haben [Rö]

 

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Butter: etwas geht runter wie Butter

 

Umschreibung: 1) etwas geht leicht und schnell [Rö] 2) etwas leuchtet ein, wird ohne Widerspruch vernommen [Kü, S. 5383]

Historische Analyse: Die Bedeutung der Redensart im Sinne von „spielend leicht, reibungslos“ leitet sich von dem Vergleich mit der leichten Streichfähigkeit von (nicht gekühlter) Butter her [vgl. Kü, S. 5380]. - Entstehungszeit: 1970 ff. [Kü, S. 5383]

 

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Butter: jemandem Butter aufs Brot streichen

 

Umschreibung: jemanden umschmeicheln; jemanden für sich zu gewinnen versuchen [Rö]

 

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Butter: jemandem die Butter vom Brot nehmen/ stehlen

 

Umschreibung: jemanden übervorteilen [Rö]; jemanden benachteiligen [Bi]

Historische Analyse: In finanziellen Notzeiten, in denen das Geld nur für Brot reichte, galt es als etwas Besonderes, wenn man sich auch Butter leisten konnte. Die Butter stand somit für etwas Wertvolles. Demnach bringt diese Wendung zum Ausdruck, dass man jemandem „das Beste“ wegnimmt, wenn man ihm die Butter vom Brot stiehlt [vgl. Rö]. - Entstehungszeit: 19. Jahrhundert [Kü, S. 5382] - Gebräuchlichkeit: umgangssprachlich [DUW] - Fremdsprachen: vgl. niederländisch: zich da kaas niet van het brood laten eten [Rö]

 

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Butter: jemandem nicht die Butter auf dem Brot gönnen

 

Umschreibung: jemandem gegenüber äußerst missgünstig sein [Du11]

 

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