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Muttermilch

Muttermilch: etwas (schon) mit der Muttermilch eingesaugt/ mitbekommen haben

 

Umschreibung: etwas von frühester Jugend an erlernen, erleben [DURW]; gewisse Gesinnungen, Denkungsweisen in der frühesten Jugend annehmen [Wa, S. 32836]

Historische Analyse: Diese Redensart findet sich in lateinischer Form schon in den „Confessiones“ (III, 4) nach Augustinus, in denen es heißt: „Nomen Salvatoris in ipso adhuc lacte matris cor meum praebiberat” [Rö]. Die ursprüngliche Vorstellung, die hinter dieser Wendung steckt, war, dass Eigenschaften eines Menschen mit der ersten Nahrungsaufnahme, der Muttermilch, angenommen werden. Die übertragene Bedeutung meint auch, dass man durch seine Familienangehörigen, sein Umfeld stark geprägt wird bzw. dass man mit etwas besonders vertraut ist und es deshalb gut beherrscht, da man sich schon sehr lange damit beschäftigt [Bi]. - Fremdsprachen: englisch: to imbibe something with one’s mother’s milk [DUOD-E]; französisch: sucer avec le lait; niederländisch: iets met de moedermelk inzuigen [Rö]

 

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