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wurschteln

wurschteln: sich nach oben wurschteln

 

Umschreibung: unter Mühen wirtschaftlich (gesellschaftlich) aufsteigen [Kü, S. 31410]

Historische Analyse: Der Ursprung dieser Wendung ist nicht sicher geklärt. Nach manchen Quellen ist auf das Verb „worsteln“ zurückzugehen, das soviel heißt wie „vergeblich ringen, kämpfen“ [vgl. Kü, S. 31410]; laut Grimm scheint dieser vage Deutungsversuch jedoch eher unwahrscheinlich [Gr]. Vielmehr leitet sich das „Wursteln“ vom Kleinbauern her, der nur in geringem Ausmaß hausschlachtet und das Schlachtgut auf seine gewohnte, recht laienhafte Weise zu Wurst verarbeitet [vgl. Kü, S. 31410]. Diese „ungeschickte, planlose, nachlässige, ein durcheinander anrichtende arbeitsweise“ [Gr] wurde dann im übertragenen Sinn auch auf andere Arbeitsbereiche bzw. Verhaltensweisen angewandt wie zum Beispiel in dieser Wendung, die sich auf jemanden bezieht, der (recht) mühevoll seine Arbeit verrichtet und dabei nur langsam Erfolge erzielt [Bi]. - Entstehungszeit: 1950 ff. [Kü, S. 31410] - Gebräuchlichkeit: umgangssprachlich [DUW]

 

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