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Gnadenbrot

Gnadenbrot: das Gnadenbrot bekommen/erhalten

 

Umschreibung: 1. einen alten Menschen verpflegen [ReIn] 2. trotz Arbeitsunfähigkeit aus Mitleid oder aus Dankbarkeit für früher geleistete Dienste (finanziell) versorgt werden [Sch]

Historische Analyse: 1. ursprünglich: gnadengabe gottes [Gr, Bd. 8 Sp. 569] 2. er iszt das gnadenbrot kann bedeuten 'er ist alt, ausgedient, beiseitegesetzt' [Gr, Bd. 8 Sp. 569] 3. Gemeint ist hier die Unterstützung, die man alten, erwerbsunfähigen Menschen für den Rest ihres Lebens zusichert. Betagte Menschen sind häufig auf die Barmherzigkeit ihrer Kinder angewiesen, sie müssen 'das Gnadenbrot essen'. Die Redensart wird auch auf Tiere (besonders Pferde) angewendet, die dem Menschen jahrelang treu gedient haben. [Rö] - Entstehungszeit: seit dem 18. Jahrhundert [Ety, S. 460] - Fremdsprachen: ndl.: Hij eet genadebrood. (Harrebomée, I, 229.) [Wa. S. 1785]

 

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