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Sturmglocke

Sturmglocke: die Sturmglocke läuten

 

Umschreibung: bei diversen Gefahren Alarm schlagen; die Äffentlichkeit vor einer drohenden Katastrophe warnen [HS]

Historische Analyse: In der ursprünglichen Bedeutung ist mit der Sturmglocke (Feuerglocke, Lärmglocke) eine meist im Kirchturm oder an Wachtürmen hängende Glocke gemeint, die bei Gefahr, Aufruhr, Feuer oder Ähnlichem geläutet wurde [DUW]. Bereits im 18. Jahrhundert wurde dieses akustische Gefahrensignal sprichwörtlich verwendet: 'Der ist ausser Gefahr, der die Sturmglocke läutet' [Wa, S. 13455] beziehungsweise 'Wer die Sturmglocke zieht, ist selbst in Sicherheit' [Wa, S. 45981]. Laut Grimm wurde die Sturmglocke unter anderem bei der Vollstreckung von Todesurteilen geläutet, worauf sich die heute nicht mehr gebräuchliche sprichwörtliche Redensart 'über jemanden die Sturmglocke läuten' bezieht [vgl. Gr.]. Im 17. Jahrhundert scheint sich die heutige Bedeutung gebildet zu haben und der Ausdruck fand im 19. Jahrhundert weite Verbreitung im deutschen Sprachraum, insbesondere im Zusammenhang mit politischen Ereignissen [vgl. Gr.] - Entstehungszeit: seit dem 17. Jahrhundert [vgl. Gr]

 

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