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Abstract

Cornelia Schlagbauer ‘Religiöse WortSchätze’

Die Herkunftsbereiche der Bilder einer Sprache geben wichtige Aufschlüsse darüber, welche Lebenserscheinungen dem Menschen am nächsten liegen, aus welchen Erfahrungen und Vorstellungen er schöpft, wenn die Welt versprachlicht wird. Wie kein anderer Erlebnis- und Erfahrungsrahmen hat sich Religion als Bildspendebereich für eine bemerkenswerte Anzahl an übertragenen Prägungen erwiesen, die sich bis in die deutsche Gegenwartssprache bewahrt haben. Diese Fülle an Entlehnungen galt es zu sammeln, zu dokumentieren und systematisch aufzubereiten, nicht zuletzt, um den religiösen Gehalt zahlreicher Ausdrücke (wieder) aufzuspüren respektive ins Bewusstsein zu rufen.

 

Der vorliegenden Ausarbeitung des deutschsprachigen religiösen Sprachschatzes liegen Fragen nach der Wechselwirkung von Religion und Sprache zugrunde: Wie (sehr) beeinflusst Religion unser Sprachverhalten? Können umgekehrt auch Folgerungen angestellt werden, die der Sprache eine ‘religionsstiftende’ Wirkung zuschreiben? Besonderes Augenmerk gilt der Frage, wie weit religiös motivierte Konnotationen noch in heute gebräuchlichen Begrüßungs- und Dankesformeln sowie anderen Wendungen mit hohem kommunikativem Stellenwert zu finden sind. Ferner wird anhand des Umgangs mit religiös geprägtem Sprachmaterial die Beobachtung angestellt, welche Bedeutung Religion heute (noch) in unserer Gesellschaft hat.

 

Diese Diplomarbeit verfolgt somit nicht nur wissenschaftliche, sondern zudem auch pädagogische und soziologische Ziele. Neben einer umfassenden Sprachaufklärung soll eine Sprachsensibilisierung erwirkt werden, mit dem Ziel, die lexikalische und idiomatische Ausdrucksweise von (nicht deutschsprachigen) SchülerInnen bewusst zu fördern, zu erweitern und zu verbessern. Die der Arbeit beigelegte CD-ROM ermöglicht eine mediale Aufbereitung des gesamten Sprach- und Bildmaterials im Projektunterricht. Mit dieser Arbeit wird auch ein Beitrag dazu geleistet, Angehörige verschiedener Religionen mittels (Sprach)verständnis näher zusammenzurücken; die Aufbereitung in verschiedenen Benutzerkreisen (Religionsunterricht, Bibelrunden etc.) soll dem interreligiösen Dialog in einer multikulturellen Gesellschaft dienen.

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