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anpflaumen

anpflaumen: jemanden anpflaumen

 

Umschreibung: jemanden blöd ansprechen; jemanden anstänkern [Bi]; jemanden ausschimpfen, beschimpfen [Kü, S. 1250]; jemanden anzüglich ansprechen [DUW]

Historische Analyse: Diese Wendung kommt wahrscheinlich von dem einstmaligen Brauch des Theaterpublikums als Zeichen ihrer Missfallensbekundung, die Schauspieler bei schlechter Leistung mit faulem Obst zu bewerfen, in diesem Fall mit Pflaumen (siehe: „jemanden veräppeln“) [vgl. Kü, S. 20411]. Eine andere Erklärung wäre aber auch, dass der Betreffende als „Pflaume“ bezeichnet wird, was seit ungefähr 1890 soviel wie „Versager“ heißt [Kü, S. 1250]. Eine Deutung, die nichts mit dem Obst zu tun hat, sieht den Ursprung im Wort „Flaum“, dem zarten Federwuchs, den man früher auch mit „pf“ geschrieben hat. „Pflaumen“ meint diesbezüglich das Federnausrupfen, ein für lebendes Geflügel unangenehmes Erlebnis [SWR.de]. - Entstehungszeit: 1900 ff. [Kü, S. 1250]

 

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